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[Shunryu Suzuki] mashUp


Unbegrenzte Liebe



Die roten Blumen der Leidenschaft

Erst wer Regeln bricht, wird zum Menschen.
Heutzutage erscheinen die Vorschriften
so zahlreich wie die Sandkörner des Ganges.
Von Geburt an sind wir durch einen Faden
mit den Frauen verbunden.
Die roten Blumen der Leidenschaft erblühen
und verwelken in unzähligen Frühlingen.
(Ikkyu Sôjun)/p>

 Zen ist nichts Aufregendes, sondern Konzentration auf unsere Verrichtungen des täglichen Lebens.
(Shunryu Suzuki)

Thich Nhat Hanh - Being Love

Sich selbst studieren

. Wenn wir das Rauschen der Kiefern an einem windigen Tag hören, weht vielleicht nur der Wind, und die Kiefern stehen einfach im Wind. Das ist alles, was sie tun. Doch die Menschen, die dem Wind in den Bäumen lauschen, schreiben vielleicht ein Gedicht oder haben ein außergewöhnliches Gefühl So ist es, meine ich, mit allem.
Die Hauptsache ist also nicht, was man bezüglich des Buddhismus empfindet. Ob dieses Gefühl gut oder schlecht ist, ist überhaupt keine Frage. Wir kümmern uns nicht darum, was immer es ist. Der Buddhismus ist nicht gut oder schlecht Wir tun einfach das, was-wir tun sollten.Das ist Buddhismus. Natürlich gehört etwas Ermutigung dazu, aber diese ist einfach Ermutigung. Sie ist nicht der wirkliche Zweck der Praxis. Sie ist nur eine Medizin. Wenn wir den Mut verlieren, wünschen wir uns eine Medizin. Wenn wir guten Mutes sind, brauchen wir sie nicht. Ihr solltet Medizin nicht mit Nahrung verwechseln. Manchmal ist Medizin notwendig, aber sie sollte nicht zu unserer Nahrung werden.
Von Rinzais vier Wegen der Praxis besteht der vollkommene also darin, einem Schüler keine Deutung seiner selbst und keine Ermutigung zu geben. Wenn wir uns selbst als unseren Körper betrachten, dann können wir die Lehre als unsere Kleidung ansehen. Manchmal sprechen wir von unserer Kleidung, manchmal sprechen wir von unserem Körper. Doch weder Körper noch Kleidung sind in Wirklichkeit wir selbst. Wir selbst sind die große Aktivität. Wir bringen lediglich das kleinste Teilchen der großen Aktivität zum Ausdruck, das ist alles. So ist es schon in Ordnung, von uns selbst zu sprechen, doch eigentlich ist dies nicht nötig. Ehe wir den Mund öffnen, drücken wir schon die große Existenz aus, uns selbst eingeschlossen. Wir sprechen von uns selbst, um das Missverständnis auszugleichen, das wir haben, wenn wir an einer besonderen zeitlichen Form oder Farbe der großen Aktivität anhaften. Es ist notwendig, davon zu sprechen, was unser Körper ist und was unsere Aktivität ist, so dass wir im Hinblick darauf keinen Fehler machen. Über uns selbst zu sprechen heißt also im Wirklichkeit, uns Selbst zu vergessen.
Dogen Zenji sagte: „Den Buddhismus studieren heißt uns selbst studieren. Uns selbst studieren heißt uns selbst vergessen." Wenn ihr einem zeitlichen Ausdruck eurer wahren Natur anhaftet, ist es notwendig, über Buddhismus zu sprechen, sonst meint ihr, dieser zeitliche Ausdruck sei eure Natur. Doch dieser besondere Ausdruck davon ist es nicht. Und gleichzeitig ist er es doch. Das heißt, für eine Weile, für das kleinste Teilchen der Zeit ist er es. Aber das verhält sich nicht immer so: Im nächsten Augenblick ist er es nicht, also Ist er nicht eure Natur. Damit ihr diese Tatsache versteht, ist es nötig, Buddhismus zu studieren. Der Sinn dieses Studiums ist es aber, uns selbst zu studieren und uns selbst zu vergessen. Wenn wir uns selbst vergessen, sind wir tatsächlich die wahre Aktivität der großen Existenz oder der Wirklichkeit selbst. Wenn wir diese Tatsache verwirklichen, gibt es überhaupt kein Problem In dieser Welt, und dann können wir uns unseres Lebens freuen, ohne irgendwelche Schwierigkeiten zu empfinden. Die Absicht unserer Praxis ist es, dieser Tatsache gewahr zu sein.
(Shunryu Suzuki: Zen-Geist Anfänger Geist.)

Nicht-Denken



Vor einer Versammlung von Tausenden Anwesenden auf dem Geiergipfel hielt der Weltgeehrte eine Uḍumbara-Blüte empor und bewegte sie wortlos mit seinen Fingern. Daraufhin lächelte Mahākāśyapa. Der Weltgeehrte sagte: ›Ich besitze die Schatzkammer des wahren Dharma-Auges und den wunderbaren Geist des Nirvāṇas. Ich übertrage sie Mahākāśyapa.
(Dogen)

Nietzsche: Ich will Dichter meines Lebens sein.

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