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[Shunryu Suzuki] mashUp


Völlig normaler Alltag



Alles wurde zu edler Freude.

Vor zehn Jahren begann ich unter den Blüten
eine duftende Liaison.
Alles wurde zu edler Freude
und endloser Zuneigung.
Ich bedaure, dass ich meinen Kopf nicht mehr
im Schoß dieser Frau werde betten können.
Um Mitternacht ihr Wolkenregen:
Icb gelobe ewiges Zusammensein.
(Ikkyu Sôjun)

 Statt die Dinge zu respektieren, möchten wir sie zu unseren eigenen Zwecken benutzen, und wenn es schwierig ist, sie zu benutzen, dann möchten wir sie uns unterwerfen.
(Shunryu Suzuki)

Zen - The Life Of Zen Master Dogen

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Seid freundlich zu euch selbst.

Wenn ihr es mal mit der Trittleiter-Übung versucht, werdet vieleicht auch ihr herausfinden, daß diese ein Fehler ist. Wenn wir in unserer Übung keine warme, große Befriedigung empfinden, ist es keine wahre Übung. Auch wenn ihr sitzt und versucht, die rechte Haltung zu bewahren und eure Atemzüge zu zählen, kann doch eine leblose Übung sein, weil ihr einfach nur den Anweisungen folgt.
Ihr seid nicht freundlich genug zu euch selbst. Ihr glaubt, wenn ihr Unterweisungen folgt, die ihr von irgendeinem Lehrer erhalten habt, übt ihr gutes Zazen, aber der Zweck der Unterweisung dazu zu ermuntern, freundlich zu euch selbst zu sein. Ihr solltet eure Atemzüge nicht nur zählen, um zu vermeiden, daß euer Geist denkt, sondern um euch so gut wie möglich um euren Atem zu kümmern.
Ihr seid sehr freundlich zu eurer Atmungung, Atemzug um Atemzug, dann werdet ihr bei eurem Zazen ein frisches, warmes Gefühl haben, wenn ihr ein warmes Gefühl für euren Körper und euren Atem habt, dann kümmert ihr euch um eure Übung, und ihr werdet volle Befriedigung empfinden. Wenn ihr sehr freundlich zu euch seid, werdet ihr euch ganz von selbst so fühlen. Eine Mutter wird sich um ihr Kind kümmern, auch wenn sie vielleicht keine Vorstellung davon hat, wie sie ihr Baby glücklich machen kann. Genauso ist es, wenn ihr euch um eure Haltung und eure Atmung kümmert - es liegt ein warmes Gefühl darin. Wenn ihr ein warmes Gefühl in eurer Übung habt, ist das ein gutes Beispiel für das große Erbarmen Buddhas.
Ob ihr nun ein Priester oder ein Laie seid, diese Übung wird sich in euren Alltag ausdehnen. Wenn ihr euch, so gut es irgend geht, um das kümmert, was ihr tut, dann Fühlt ihr euch gut.
Aber der wichtige Punkt ist, daß ihr euch beim Einatmen und beim Ausatmen um euren Atem kümmert, so wie eine Mutter auf ihr Baby aufpaßt. Wenn ein Baby lächelt, dann wird seine Mutter auch lächeln. Wenn ein Baby weint, dann ist seine Mutter besorgt. Um diese Art von enger Beziehung, das Einssein mit der Übung, geht es hier.
(Shunryu Suzuki: Seid wie reine Seide und scharfer Stahl.)

Plötzliche Erleuchtung



 «Wer ist Buddha?» - «Kein Unsinn hier!» (Ikkyû Sôjun)

Joseph Beuys: Die Kreativität des Menschen ist das wahre Kapital.

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